Wie stehen die Chancen?

Die Erfolgsaussichten einer Studienplatzklage hängen natürlich immer von dem Studienfach ab. Diese sind sehr unterschiedlich. Zwischen den so genannten harten Studienfächern mit einem numerus clausus (Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie) und bei den sonstigen Studiengängen bestehen Unterschiede.

Die Studienplatzklage bietet Ihnen aber eine Möglichkeit, neben der Bewerbung über die „Hochschulstart“ und der unmittelbaren Bewerbung bei der Universität einen Studienplatz zu erhalten und direkt mit Ihrem Wunschstudium zu beginnen. Wenn Sie keine Studienplatzklage erheben, müssen Sie unter Umständen viele Jahre länger auf einen Studienplatz warten, und Ihr späterer Eintritt in den Beruf verschiebt sich um diese Wartezeit. Daher sollten Sie sich einmal ausrechnen, um wie viel Geld es dabei geht.

Um Ihre Erfolgschancen zu erhöhen, können Sie aber auch selbst tätig werden. So fordern immer mehr Verwaltungsgerichte eine Bewerbung im regulären Vergabeverfahren der Hochschulen als Voraussetzung für eine Studienplatzklage. Sie sollten sich also unabhängig von den Erfolgsaussichten vorsorglich an allen infrage kommenden Unis regulär bewerben. Zusätzlich muss ein Antrag auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Kapazität erfolgen.

Und: Sie sollten rechtzeitig aktiv werden! In den meisten Bundesländern ist die Einreichung einer Studienplatzklage bis zum 15.10. (Wintersemester) bzw. 15.4. (Sommersemester) und sogar danach noch möglich. Für den Antrag auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Kapazität gibt es in einigen Bundesländern Ausschlussfristen. Ein solcher Antrag muss fristgemäß gestellt werden. Danach kann eine Studienplatzklage erhoben werden. Warten Sie also nicht erst auf die Ablehnungsbescheide!

Erfolgsaussichten

Am wichtigsten ist es zumächst, die Fristen einzuhalten. Wir empfehlen Ihnen daher, dass wir Sie bereits im Bewerbungsverfahren beraten.
Die Chancen einer Studienplatzklage hängen grundsätzlich davon ab, wie viele Antragsteller sich im gerichtlichen Verfahren um die vorhandenen Studienplätze bemühen, da das Gericht diese Studienplätze häufig per Losverfahren verteilt.

In den medizinischen Studiengängen einschließlich Pharmazie ist der Andrang sehr groß, so dass die Erfolgschancen entsprechend geringer sind. Daher ist es in diesen Studiengängen sinnvoll, mehrere Hochschulen gleichzeitig zu verklagen. In den anderen Studiengängen reicht teilweise ein gerichtliches Verfahren aus, um den gewünschten Erfolg zu erzielen.

Direkt bewerben oder über Hochschulstart?

Auf jeden Fall sollten Sie sich in den zulassungsbeschränkten Studiengängen bei der Hochschulstart bewerben. Das ist in der Regel eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Studienplatzklage.

Wenn die Hochschulstart für Bewerbungen nicht zuständig ist, sollten Sie sich bei den einzelnen Hochschulen direkt für den gewünschten Studiengang bewerben. In diesem Fall können wir Sie gerne beraten.